An der Universität von Auckland in Neuseeland werden Projekte unter Haiku entwickelt. In der Vergangenheit war das das Auckland Layout Model (ALM), welches ja auch seinen Weg in Haiku fand, wo es eine Methode des Layout Managements ist.
Christof Lutteroth berichtet nun, dass zwei weitere Projekte erfolgreich ihren Abschluss fanden. Unter Gerald Webers und seiner Leitung haben sich die Studenten Ahmed Al Hassani und Mohannad Hammadeh, sowie James und John Kim mit der automatischen Anordnung von Fenstern bzw. User-konfigurierbaren GUIs beschäftigt.
Das erste Projekt nahm Veränderungen am app_server vor, um mehrere Fenster intelligent aneinander zu koppeln, bzw. an ihren Titeltabs untereinander zu stapeln. Dermaßen zusammengefügte Fenster können von nun an zusammen verschoben und auch in der Größe verändert werden.
Durch Untersuchungen mit einem Eye-Tracker, bei dem die Augenbewegungen von Probanten aufgezeichnet werden, konnten Ahmed und Mohannad zeigen, dass diese neue Fensterverwaltung in einigen Situationen mit hoher Wahrscheinlichkeit effizienter als der Vorgänger ist.
Das Ganze kann man sich als Flash Screencast auf den Seiten der Auckland Uni ansehen.
[Update: Jetzt auch als XVID: stack-and-tile.avi (9mb).]
Das zweite Projekt erweitert die Funktionalität von ALM und ermöglicht dadurch dem Endanwender das Layout der einzelnen GUI-Elemente einer Anwendung während des Betriebs zu ändern. Diese individuellen Layouts lassen sich als XML Dateien abspeichern, die sich dann u.U. auch plattformübergreifend (z.B. Java oder .NET) einsetzen lassen.
Die Kims konnten durch Befragungen von Testusern belegen, dass das Konzept gut angenommen wird.
Auch hierfür existiert zur Illustration ein Flash Screencast.
[Update: Ebenfalls als XVID: alm-editor.avi (4.5mb).]
Beide Projekte werden weiterhin an der Uni Auckland verfolgt. Ob und wieweit sie bei Haiku zum Einsatz kommen werden, wird sich noch zeigen. Der Sourcecode wird auf alle Fälle zur Verfügung gestellt.
